auch noch berichten. "Tütel" darum, weil wir in der Zeit, wo wir nicht in
Inas Nähe waren, einfach nicht viel auf die Reihe gekriegt haben. Wir standen
praktisch neben uns, hatten jegliches Zeit- und Ortsgefühl verloren und mehr oder
weniger auf unsere innere Uhr gehört. Dieses Timing war nahezu immer perfekt.
Wie oft haben wir über das Konzert in Aachen gesprochen – und das, obwohl es auf
dieser Tour dort gar keins gab. Das hat uns wohl schwerer zu schaffen gemacht, als wir
zugeben würden. Anders lassen sich die ständigen Verwechslungen nicht
erklären.
Und "Surprise" weil es soooo viele schöne Überraschungen gab. Ziemlich
wehmütig sind wir natürlich schon, denn dazu war die letzte Zeit einfach zu
intensiv und beglückend. Mit etwas gemischten Gefühlen nahmen wir die
4stündige Fahrt von Köln nach Freiburg in Angriff. Ein Abschlusskonzert im
tiefsten Bayern! Nun gut. Genau wie in Köln klappte es auch hier nicht mit der
berühmten Telefonbuchse. Um ein Haar wären wir noch zu spät zum Soundcheck
gekommen. Aber Ihr wisst ja, als Hexe hat frau so ihre Mittel und Wege. Nach einem Kaffe
gab's dann erst mal eine Lageplanbesprechung. Wie können wir als Fans dieses
Abschlusskonzert gebührend gestalten, so wie wir es ja bei jeder Tour
machen? Gar nicht so einfach, wenn Ina nur ein paar Meter vor uns ihre Gitarre stimmt
und jederzeit bei uns auftauchen kann. Schließlich wollten wir sie und die Band
ja überraschen. Die absolute Hektik brach aus – und das bei uns sonst immer so super
vorbereiteten Frauen – als der Clubbesitzer vom kurz bevorstehenden Einlass sprach.
Zusammen mit unserer lieben Susi-Strohsocke kramten wir alle Utensilien in Windeseile
zusammen, um sie dann auf der Bühne wieder auszupacken. "Luft und
Liebe"- Luftballons an den Monitoren, eine Herzlichterkette, sowie Leuchtsterne
drapierten wir vor Inas Mikro auf dem Boden. Uns war klar, dass wir sie von der ersten
Sekunde an mit all unserer Liebe, Lust und Leidenschaft
"überschütten" würden/müßten. Alle Emotionen der
letzten Tage sollten sich an diesem Abend in einem frenetischen Feuerwerk entladen, denn
uns war klar, dass Ina unsere Unterstützung an diesem letzten Tourtag besonders
nötig hatte. Nachdem der Einstieg mit "All und Alles" problemlos
bewältigt war, wirkte Ina schon um einiges gelöster, zumal das Publikum voll
hinter ihr stand. Unter tosendem Beifall und lautstarken Zurufen folgten dann aktuelle
Knaller wie "Spieglein, Spieglein", "Weiß ich längst" und
"S.O.S.O.S.". Selbstverständlich beglückten uns die fünf auf der
Bühne auch mit alten Klassikern wie "Ohne mich", "Wenn du so bist wie
dein Lachen", "Frauen kommen langsam – aber gewaltig" und natürlich
"Neue Männer". Schon nach dem sechsten Lied hatte sich die Bühne in
ein Konfetti- Meer verwandelt und nur Manni erkannte das Problem sofort: eine Konfettifabrik
direkt über der Bühne musste irgendwo defekt sein, so daß tonnenweise
Konfetti austreten konnte und sich zielsicher direkt vor Inas Gesicht ergoss und ihr einen
ziemlichen Schrecken einjagte. Wer rechnet denn auch schon mit so was! Auch wir kennen das
Problem mit diesen wiederspenstigen, kleinen, bunten Schnipselchen seit langer Zeit und
denken schon jetzt schmunzelnd daran wo Ina in den nächsten Jahren diese kleinen
Dinger noch überall finden wird! Getrost hätte sie heute auch ruhig mal den
Text von "Fraun, Fraun, Fraun" vergessen können, denn schließlich
hielten wir ihr an den passenden Stellen(glücklicherweise sogar richtig) das Foto
einer jeden besungenen Frau vor die Nase. Abzüge in der B-Note bekam lediglich
Susi-Sau für schneckenhafte Mitarbeit während der ersten Liedhälfte. Erst
ein suchender Blick von Ina "Wo ist denn Golda Meir" ließ sie aufwachen
und mit einem beherzten Hochreißen der Arme ihre Teilnahme an diesem Lied
signalisieren. Glücklich war Ina anschließend, dass mit uns wenigstens schon
mal 5 Frauen da sind, die zusammen mit ihr Babylon neu aufbauen wollen. Mit Sicherheit
lassen sich da doch noch ein paar tausend Frauen mehr finden, oder? Hatten wir eigentlich
schon erwähnt, dass Ina nicht alleine auf der Bühne stand? Die begnadeten Musiker
an ihrer Seite sind außerdem nebenbei auch noch privater Restaurator, Mitglied der
Philharmoniker, Erbe der reichsten Wassersprudeldynastie (gell Ina, wir sagen da nur
W A S S E R S P R U D E L) oder zeichnen sich dadurch aus, daß sie seit mehr oder weniger
als 20 Jahren an Inas Seite sind und durch alle Höhen und Tiefen gemeinsam gehen.
Sehr erfreut konnten wir feststellen, dass der blonde Mr. Drum Tom nebenbei noch
ausgezeichnet Gitarre spielen kann, und das auch eindrucksvoll bei einem
"unserer" (gell , Martina?) Lieder- nämlich "Für’n
kurzen Augenblick" - zur Schau stellte. Über die Zigarette wollen wir mal gar
nicht reden, Tom! Wundern würde es uns auch nicht, wenn es ab morgen einen
großen "run" auf die Musikgeschäfte geben würde und jeder
eine Mandoline haben will, zumal auch Manni es praktisch sozusagen über Nacht
gelernt hat. Wie sagte er noch gleich? "I have a dream!" Also: Träumt
nicht Euer Leben sondern lebt Euren Traum!!! Dann wird’s schon klappen! Manni ist das
beste Beispiel dafür, wie fantastisch so ein Traum in die Realität umgesetzt
werden kann. Überraschte Gesichter auf der Bühne, als plötzlich wie aus
dem Nichts drei teuflische Gestalten am Bühnenrand auftauchten. Uns wundert das gar
nicht, denn auf der letzten Tour sollen sogar Aliens bei einem Ina- Konzert gesehen worden
sein.
gehen, aber auch viel Gelegenheit zum Träumen, Erinnerungen aufzuarbeiten und auf ein
baldiges Wiedersehen zu hoffen.
Thank you for the music!!!
Lasst uns nun zum Schluss dieser wunderschönen "Spieglein-Tour" noch einen kurzen Blick in die Zukunft werfen:
