06.05.2001


Freiburg
Herzerwärmendes Finale


Vom letzten Tag unserer "Tütel-Surprise-Tour" wollen wir Euch natürlich auch noch berichten. "Tütel" darum, weil wir in der Zeit, wo wir nicht in Inas Nähe waren, einfach nicht viel auf die Reihe gekriegt haben. Wir standen praktisch neben uns, hatten jegliches Zeit- und Ortsgefühl verloren und mehr oder weniger auf unsere innere Uhr gehört. Dieses Timing war nahezu immer perfekt. Wie oft haben wir über das Konzert in Aachen gesprochen – und das, obwohl es auf dieser Tour dort gar keins gab. Das hat uns wohl schwerer zu schaffen gemacht, als wir zugeben würden. Anders lassen sich die ständigen Verwechslungen nicht erklären.
Und "Surprise" weil es soooo viele schöne Überraschungen gab. Ziemlich wehmütig sind wir natürlich schon, denn dazu war die letzte Zeit einfach zu intensiv und beglückend. Mit etwas gemischten Gefühlen nahmen wir die 4stündige Fahrt von Köln nach Freiburg in Angriff. Ein Abschlusskonzert im tiefsten Bayern! Nun gut. Genau wie in Köln klappte es auch hier nicht mit der berühmten Telefonbuchse. Um ein Haar wären wir noch zu spät zum Soundcheck gekommen. Aber Ihr wisst ja, als Hexe hat frau so ihre Mittel und Wege. Nach einem Kaffe gab's dann erst mal eine Lageplanbesprechung. Wie können wir als Fans dieses Abschlusskonzert gebührend gestalten, so wie wir es ja bei jeder Tour machen? Gar nicht so einfach, wenn Ina nur ein paar Meter vor uns ihre Gitarre stimmt und jederzeit bei uns auftauchen kann. Schließlich wollten wir sie und die Band ja überraschen. Die absolute Hektik brach aus – und das bei uns sonst immer so super vorbereiteten Frauen – als der Clubbesitzer vom kurz bevorstehenden Einlass sprach. Zusammen mit unserer lieben Susi-Strohsocke kramten wir alle Utensilien in Windeseile zusammen, um sie dann auf der Bühne wieder auszupacken. "Luft und Liebe"- Luftballons an den Monitoren, eine Herzlichterkette, sowie Leuchtsterne drapierten wir vor Inas Mikro auf dem Boden. Uns war klar, dass wir sie von der ersten Sekunde an mit all unserer Liebe, Lust und Leidenschaft "überschütten" würden/müßten. Alle Emotionen der letzten Tage sollten sich an diesem Abend in einem frenetischen Feuerwerk entladen, denn uns war klar, dass Ina unsere Unterstützung an diesem letzten Tourtag besonders nötig hatte. Nachdem der Einstieg mit "All und Alles" problemlos bewältigt war, wirkte Ina schon um einiges gelöster, zumal das Publikum voll hinter ihr stand. Unter tosendem Beifall und lautstarken Zurufen folgten dann aktuelle Knaller wie "Spieglein, Spieglein", "Weiß ich längst" und "S.O.S.O.S.". Selbstverständlich beglückten uns die fünf auf der Bühne auch mit alten Klassikern wie "Ohne mich", "Wenn du so bist wie dein Lachen", "Frauen kommen langsam – aber gewaltig" und natürlich "Neue Männer". Schon nach dem sechsten Lied hatte sich die Bühne in ein Konfetti- Meer verwandelt und nur Manni erkannte das Problem sofort: eine Konfettifabrik direkt über der Bühne musste irgendwo defekt sein, so daß tonnenweise Konfetti austreten konnte und sich zielsicher direkt vor Inas Gesicht ergoss und ihr einen ziemlichen Schrecken einjagte. Wer rechnet denn auch schon mit so was! Auch wir kennen das Problem mit diesen wiederspenstigen, kleinen, bunten Schnipselchen seit langer Zeit und denken schon jetzt schmunzelnd daran wo Ina in den nächsten Jahren diese kleinen Dinger noch überall finden wird! Getrost hätte sie heute auch ruhig mal den Text von "Fraun, Fraun, Fraun" vergessen können, denn schließlich hielten wir ihr an den passenden Stellen(glücklicherweise sogar richtig) das Foto einer jeden besungenen Frau vor die Nase. Abzüge in der B-Note bekam lediglich Susi-Sau für schneckenhafte Mitarbeit während der ersten Liedhälfte. Erst ein suchender Blick von Ina "Wo ist denn Golda Meir" ließ sie aufwachen und mit einem beherzten Hochreißen der Arme ihre Teilnahme an diesem Lied signalisieren. Glücklich war Ina anschließend, dass mit uns wenigstens schon mal 5 Frauen da sind, die zusammen mit ihr Babylon neu aufbauen wollen. Mit Sicherheit lassen sich da doch noch ein paar tausend Frauen mehr finden, oder? Hatten wir eigentlich schon erwähnt, dass Ina nicht alleine auf der Bühne stand? Die begnadeten Musiker an ihrer Seite sind außerdem nebenbei auch noch privater Restaurator, Mitglied der Philharmoniker, Erbe der reichsten Wassersprudeldynastie (gell Ina, wir sagen da nur W A S S E R S P R U D E L) oder zeichnen sich dadurch aus, daß sie seit mehr oder weniger als 20 Jahren an Inas Seite sind und durch alle Höhen und Tiefen gemeinsam gehen. Sehr erfreut konnten wir feststellen, dass der blonde Mr. Drum Tom nebenbei noch ausgezeichnet Gitarre spielen kann, und das auch eindrucksvoll bei einem "unserer" (gell , Martina?) Lieder- nämlich "Für’n kurzen Augenblick" - zur Schau stellte. Über die Zigarette wollen wir mal gar nicht reden, Tom! Wundern würde es uns auch nicht, wenn es ab morgen einen großen "run" auf die Musikgeschäfte geben würde und jeder eine Mandoline haben will, zumal auch Manni es praktisch sozusagen über Nacht gelernt hat. Wie sagte er noch gleich? "I have a dream!" Also: Träumt nicht Euer Leben sondern lebt Euren Traum!!! Dann wird’s schon klappen! Manni ist das beste Beispiel dafür, wie fantastisch so ein Traum in die Realität umgesetzt werden kann. Überraschte Gesichter auf der Bühne, als plötzlich wie aus dem Nichts drei teuflische Gestalten am Bühnenrand auftauchten. Uns wundert das gar nicht, denn auf der letzten Tour sollen sogar Aliens bei einem Ina- Konzert gesehen worden sein.
Diese Frau zieht aber auch alle magisch an!!!

Das Jazzhaus war mit seinem Publikum und seinen freundlichen Angestellten die ideale Location für ein Abschlusskonzert. Die Stimmung brodelte wirklich mehr als zwei Stunden lang auf höchster Flamme und wie Ina immer so schön sagt, ist der Applaus ja das Brot der Künstler, und ihrer Meinung nach sind sie an diesem Abend wirklich mehr als nur satt geworden. In Julians Wettbewerb um das beste Publikum hätte Freiburg sicherlich den ersten Platz gemacht. Leider konnte Julian an diesem Abend aus privaten Gründen nicht mehr dabei sein, worüber wir und noch viele, viele andere sehr, sehr traurig waren! Es war eine tolle Zeit mit Dir, Julian, und wir werden uns sicher wiedersehen!
Zu später Stunde berichteten dann Einwohner von lauten Tumulten auf der Straße vor dem "Jazzhaus". Trotz größter Anstrengungen gelang es niemandem, mehr als ein "NA, NA NA NA; NA, NA NA NA NA NA NA NA NA" herauszuhören! Als dann ein riesiges Gefährt die Straße belegte, und kurz darauf verschwand, ebbten auch die undefinierbaren Stimmen ab.
Die nächste Zeit ganz ohne Ina und ihre Band wird uns ganz schön an die Nieren gehen, aber auch viel Gelegenheit zum Träumen, Erinnerungen aufzuarbeiten und auf ein baldiges Wiedersehen zu hoffen.
In diesem Sinne schicken wir Euch
liebe Ina, Manni, Gero, Uwe, Tom,
Julian, Frank, Martin und Hartmut
777.777.777.777.777.777.777 Grüße und sagen:

DANKE für alles, was Ihr uns täglich gegeben habt
und BITTE für das, was wir Euch geben konnten!!!

P.S. Auf keinen Fall vergessen wollen wir an dieser Stelle natürlich den Jo- der leider viel zu selten da war- für seine schöne Änderung im Programmablauf!
Wir sehen uns in Köln, okidoki?

Und wo wir grad dabei sind: es war eine absolut schöne Zeit, die wir mit Euch verbringen konnten, liebe Susi, Martina und Martina! Hat viel Spaß gemacht und gut getan! Freu’n uns schon jetzt auf unser nächstes Abenteuer!!!

Zuallerletzt gebührt unser Dank natürlich
uns selbst gegenseitig sozusagen.

 

Thank you for the music!!!

Lasst uns nun zum Schluss dieser wunderschönen "Spieglein-Tour" noch einen kurzen Blick in die Zukunft werfen:
Also: Wir sehen da... - moment, ahhhhh,
das ist ja interessant! WOW!!!
Sorry, aber mehr wird noch nicht verraten. Bleibt uns gediegen und Ihr werdet mehr erfahren!

Eure "tüteligen" Nordhexen sagen "tschüss" und Danke für die zahlreichen Klicks auf unsere Rückblicke!




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